Hört man Hypnose, denkt man sofort an Bilder von willenlosen Menschen, die auf Befehl gackern wie Hühner, hüpfen wie Frösche oder schlimmeres. Show-Hypnosen erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit, erwecken aber auch Misstrauen und Angst vor Kontrollverlust.

Der wesentliche Unterschied zwischen Show-Hypnose und klinischer Hypnose liegt in der Zielsetzung:  Zählt für die Show-Hypnose nur der Unterhaltungswert – dafür wird schon einmal die menschliche Würde geopfert, hat die Hypnose-Therapie das Ziel, Patienten mit einer der ältesten Heilmethoden effektiv zu helfen.

Die Hypnose-Therapie ermöglicht  in relativ kurzer Zeit einen direkten Zugang zum Unterbewusstsein.  Das ist wichtig, weil hier alte Erfahrungen, die damit verbundenen Gefühle und daraus folgenden Verhaltensmuster gespeichert werden.

Man kann sich auf der Ebene des Bewusstseins noch so oft klar machen, dass Fliegen die sicherste Art zu reisen ist oder dass man seinem Körper mit jeder Zigarette schadet, solange im Unterbewusstsein keine alten
Traumen gelöst und neue Ressourcen erschlossen werden, wird sich nichts ändern.

Seit 2006 ist Hypnotherapie in Deutschland offiziell als eine wissenschaftlich fundierte psychotherapeutische Methode anerkannt, trotzdem halten sich hartnäckig einige Vorurteile:

Vorurteil: „In Hypnose ist man nicht bei Bewusstsein und erinnert sich anschließend an nichts!“

Hypnose vielmehr ein Zustand von höchster Konzentration und Selbst-versunkenheit bei gleichzeitiger  Entspannung des Nervensystems und des Körpers. Deshalb kann ein Mensch in Hypnose weiterhin alles um sich herum wahrnehmen und Gespräche mit dem Therapeuten führen.

Vorurteil: „In Hypnose habe ich keine eigenen Willen mehr!“

Da Sie ja bei Bewusstsein sind, haben Sie jederzeit die volle Kontrolle über sich. Phänomene wie bei Showhypnosen sind therapeutisch sinnlos und deshalb nicht erwünscht.

Vorurteil: „Ich kann nicht hypnotisiert werden!“

Grundsätzlich ist jeder hypnotisierbar, es gibt aber graduelle Unterschiede in der Suggestibilität. Das einzige, was einen Menschen daran hindern kann in Hypnose zu gehen, ist der eigene Wille.

Vorurteil: „Hypnose ist gefährlich!“

In den falschen Händen ist das leider zutreffend. Deshalb sollten Sie bei der Wahl Ihres Therapeuten darauf achten, dass Sie sich jemandem mit einer staatlichen Therapieerlaubnis  anvertrauen. In Deutschland sind das zurzeit ausschließlich Ärzte, psychologische Psychotherapeuten, Heilpraktiker und Heilpraktiker beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie.